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Antike 3
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Bier brauen in der Antike, Seite 3


Es spricht einiges dafür, dass Bier an verschiedenen Orten "erfunden" wurde.
Die unterschiedlichen Zutaten in den verschiedenen Kulturkreisen sprechen deuten es an.
So gibt es in Südostasien seit jeher Reisbier, in Afrika Hirsebier und die Indianer Mittelamerikas brauten Bier aus Mais, lange bevor ein gewisser Columbus das Licht der Welt erblickte.

Auch die alten Germanen tranken ihr eigenes Bier.
In bis zu 3500 Jahre alten keltischen und germanischen Gräbern wurden Gefäße gefunden, in welchen die Archäologen Reste von Bier nachweisen konnten.

Während die griechische Kultur aufblühte und wieder versank, lebte man in Mitteleuropa noch recht "unzivilisiert", in der Bierkultur aber überlegen, denn auch das Bier der Germanen war ein Göttertrank, wie wir aus der Sage von Thor und Tyr erfahren haben, die einem Riesen einen gewaltigen Braukessel klauten, damit Götter und Helden für immer ihren Durst daraus löschen konnten. Leider hat die Sage nicht überliefert, wo der Braukessel geblieben ist.



Griechen 

Kurz zurück zur griechischen Kultur und Hippokrates, der Bier in seinen Schriften als "Gerstensud" erwähnt und seine heilende Wirkung beschreibt, szB.  bei Fieber und Schlaflosigkeit. Als Heilmittel war Bier bei den Griechen und auch den Römern beliebt, als Getränk wohl weniger. Die Römer sollten mit dem Bier jedoch noch Bekanntschaft machen, genauer genommen mit den Konsumenten von selbigem. Für die Römer, die fast nur Wein tranken, war Bier das abscheuliche  Getränk der Barbaren. Tacitus, der als erster einen ausführlichen Bericht über die Germanen verfaßte, schrieb: Als Getränk haben die Germanen ein schauerliches Gebräu, aus Gerste oder Weizen gegoren, ein Gebräu, welches mit Wein eine sehr entfernte Ähnlichkeit hat.

Das Bier in der damaligen Zeit war kaum haltbar, trüb und schäumte so gut wie überhaupt nicht. Einige Jahrhunderte nach Christi Geburt war Bier in Deutsch-land eine gängige Handelsware. Belegt wird dies durch den Fund in der Nähe von Trier. Bei den Germanen galt das Bier nicht nur als Götteropfer, sondern wurde, wie bereits bei den Ägyptern, auch zum eigenen Verzehr gebraut. Es spielte in ihrem Leben eine wichtige Rolle. So sind in der finnischen Volksdichtung dem Bier zum Beispiel 400 (!!!) Verse gewidmet - für die Erschaffung der Welt reichten hingegen 200 Verse. Nach der Edda, dem großen nordischen Epos, war der Wein den Göttern vorbehalten, das Bier gehörte jedoch den Sterblichen und Met den Bewohnern des Totenreiches. Brotbacken und das Bierbrauen gehörten in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung eindeutig zu den Aufgaben der Frau.

 

Ave Caesar


Julius Caesar fand, dass Bier ein nahrhaftes und kräftiges Getränk sei. So verwundert es nicht, daß er seine Truppen mit einer ausreichenden Menge Bier versorgte.
Als Caesar den Fluß Rubicon, im nördlichen Italien, überschritt, um seinen Siegeszug quer durch Europa anzutreten, war demnach eine Menge Bier im Spiel.
Es ist auch bekannt, daß Caesar seinen Gästen Bier in goldenen Pokalen servierte. Der Untergang des römischen Weltreichs bedeutete nicht den Untergang des Bieres - im Gegenteil - Bier war inzwischen in ganz Europa etabliert.

So wurde während der 350 - jährigen Besatzung von Britannien, in denen die schon legendären römischen Straßen angelegt worden sind, auch eine ausreichende Menge von Tavernen, geschaffen, die, am Rand dieser Straßen gelegen, Bier verkauften - antike Autobahnraststätten.