Über die echten Biersorten hinaus gibt es folgende Variationen, die meist geringfügige und dennoch geschmacklich bemerkenswerte Abwandlungen der Sorten darstellen:
DAMPFBIER
Dieser Begriff geht auf die Einführung der Dampfmaschinen in den
Brauereien zurück. Obergärige Biere, die mit Hilfe von
Dampfmaschinen gebraut wurden, nannte man Dampfbier. Heute gibt es
z.B. Maisels Dampfbier, dessen Name auf diese Tradition
zurückgeht.
DIÄTPILS
Bei der Herstellung von Diätpils - Zielgruppe sind Diabetiker und
weniger die schlankheitsbewußte Damenwelt - werden in einem
besonderen Brauverfahren fast sämtliche Kohlehydrate zu Alkohol
umgewandelt. Das Bier ist kalorienarm, jedoch sehr alkoholhaltig.
Der überhöhte Alkoholgehalt wird meist wieder entzogen.
DINKEL
Eine besondere Sorte, bei der ähnlich dem Weizen Dinkelmalz
anstelle von Gestenmalz verwendet wird.
EISBOCK
Bockbier, welchem durch Gefrieren Wasser entzogen wurde.
FESTBIER, MAIBOCK, FASTENSTARKBIER
Alternative Bezeichnungen für saisonale Starkbiere - siehe
Bockbier.
GOSE
Gose ist ein obergäriges, helles Weissbier; ein Traditonsbier aus
Sachsen und Thüringen, das heute wieder in Leipzig gebraut wird.
Man trinkt es mit Kümmel oder Johannisbeersaft. Pur schmeckt es
säuerlich und erfrischend.
ICEBEER
Bier, dem mittels ICE-RIFING-Verfahren (Gefrieren) Wasser entzogen
wurde. In den USA in den letzten Jahren populär geworden, schwappt
der Trend nach Europa.
Stammwürze
Das Biersteuergesetz unterscheidet Bier mit niegrigem
Stammwürzeghalt (unter 7%), Schankbier (7 bis 11%), Vollbier (11
bis 16%), Märzen bzw. Festbier (13 bis 16 %) und Starkbier (über 16
bzw. über 18%).