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Malz
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Malz


Braukunst                                                  
Das Malz macht`s

Aus Gerste soll nun Malz werden. Zu diesem Zweck wird gemälzt.
Unter Mälzen versteht man das Keimenlassen von Getreidesorten unter künstlichen Umwelteinflüssen.
Das heißt,
man löst die Körner von den Halmen, befeuchtet sie und sorgt mit warmen Temperaturen dafür, dass die Körner Keime bilden.
Das Endprodukt der Keimung heißt Grünmalz. 
Um  aus dem  Grünmalz richtiges Braumalz entstehen zu lassen, wird der Keimvorgang durch Trocknung unterbrochen. Das Trocknen wird Darren genannt.
Als Faustregel gilt, je höher die Temperatur, mit der das Malz getrocknet wird, desto dunkler wird das Bier.

Warum mälzt man Getreide?

Der Zweck des Mälzens ist die Gewinnung von Enzymen für den Brauprozeß.
Die Keimung wird so durchgeführt, dass eine bestimmte Menge an Enzymen entsteht.
Eine zu geringe oder zu hohe Enzymbildung ist nicht erwünscht.
Man steuert die Enzymbildung durch den Zeitpunkt und Temperatur des Darrvorgangs.

Farbe, Geschmack, Haltbarkeit und Schaum des Bieres hängen weitgehend vom Charakter und der Qualität des verwendeten Malzes ab. Die Skala reicht vom hellen "Pilsener Malz" bis hin zum dunklen "Münchner Malz".

Zur Malzbereitung können theoretisch die meisten Getreidearten verwendet werden. Für die Herstellung von Braumalz ist jedoch Gerste am besten geeignet.
Für bestimmte Biersorten werden auch Malze anderer Getreidearten verwendet. So ist zum Beispiel für das Brauen von Weizenbier ein Anteil von mindestens 50% Weizenmalz vorgeschrieben.
Aber auch Roggen kommt, in seltenen Fällen, zum Einsatz.
In Deutschland gebrautes Bier wird ausschließlich mit vermälztem Braugetreide, sprich mit Malz, gebraut.
Quelle: bier.de