Presse-Bericht in Potsdam-Online.de

Bockbier

Brauerei am See

In der Meierei im Neuen Garten fließt selbst gebrautes Bier durch den Zapfhahn.

Eine lange Gasthaustradition setzt sich seit diesem Sommer mit der Eröffnung der Meierei im Neuen Garten fort. In der Brauereigaststätte wird ganz traditionell Bier hergestellt und ausgeschenkt. In dem im Jahre 1790 errichteten Gebäude wurde ursprünglich die Milch von im Neuen Garten weidenden Kühen zu Butter und Käse verarbeitet. 1844 erweiterte Ludwig Persius es zu einer burgartigen Anlage, im Jahre 1861 wurde ein Pumpwerk angebaut, das bis heute den Neuen Garten bewässert. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg war die Meierei eines der beliebtesten Ausflugsziele. Zu DDR-Zeiten zerfiel das im Grenzgebiet stehende Gebäude. Lediglich das Pumpenhaus blieb weiter in Betrieb.

Nach über einjähriger Restaurierung kann nun die Tradition der Gästebewirtung fortgeführt werden. Direkt neben dem Haupteingang erwartet die Gäste als erstes der Blick auf die glänzenden Sudgefäße aus Kupfer. Auch wenn sie wie eine schöne Dekoration wirken, dienen sie in erster Linie zum Brauen der hauseigenen Biere. Die Besucher können zwischen den Hausmarken Meierei-Hell und Meierei-Spezial wählen. Die Produktion direkt im Gasthaus hat den Vorteil, dass immer nur kleine Mengen gebraut werden und das Bier direkt aus dem Tank gezapft wird. So entfällt das für die Flaschenabfüllung erforderliche Haltbarmachen und das unfiltrierte, hefetrübe Meierei-Bier behält seinen ganz besonderen Geschmack. Die Produktion von kleinen Mengen erlaubt es zudem, immer wieder neue Sorten anzusetzen. Am 25. September ist Anstich für den Herbstbock. Weitere Besonderheiten werden das Weihnachtsfestbier, der Maibock oder Märzen sein. Unter Einhaltung des Reinheitsgebotes entstehen außerdem so interessante Kreationen wie Rotbier, das durch verschiedene Malze eine rote Farbe bekommt oder das aus der Bamberger Gegend stammende Rauchbier, welches durch Rauchmalz seinen Geschmack erhält. Wer durch das außergewöhnliche Angebot neugierig geworden ist, kann ab Herbst bei Führungen und Seminaren mehr über die Tradition des Bierbrauens erfahren.

Als Begleitung zum hausgemachten Bier wird in der Meierei eine kleine Auswahl an Speisen serviert. Für eine gute Grundlage sorgen drei deftige Hauptgerichte wie etwa Berliner Eisbein mit Sauerkraut und Erbsenpüree oder verschiedene Kleinigkeiten wie Bockwurst mit Kartoffelsalat oder Pellkartoffeln mit Hering. In den Sommermonaten zieht es die Gäste vor allem in den Biergarten direkt am Wasser. Im Selbstbedienungsbereich mit Spielplatz können die Besucher auch ihre mitgebrachte Brotzeit auspacken.

Gruppenveranstaltungen wie Hochzeiten, Bürofeiern oder Geburtstagspartys finden genügend Platz in den zwei oberen Etagen der Meierei. Von der königlichen Teestube, die einer venezianischen Loggia gleicht, haben die Gäste einen besonders weiten Blick auf den Jungfernsee. Auf Wunsch zaubert die Meierei für die größeren Anlässe ein deftiges Büffet.

Text: Ilka Henning in Potsdam-online.de

Meierei, Im Neuen Garten 10,

Tel. (0331) 70432 -11

Artikel in der Berliner Morgenpost

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Bericht in der Ferienzeitung

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